Regelschmerzen » Was Du dagegen tun kannst!

Ob du dich nun für eine Menstruationstasse, Stoffbinden oder Tampons und Binden zum Wegwerfen entschieden hast, die Wahl dieser Monatshygieneartikel kann leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass du womöglich von sehr unangenehmen Regelschmerzen heimgesucht werden wirst. Während andere Frauen ihre Regelblutung kaum spüren, geht es einigen Frauen wiederum so, dass sie die Schmerzen lahmlegen. Was du tun kannst, um diese Tage deutlich schmerzfreier hinter dich zu bringen, verraten wir dir jetzt.

Die verschiedenen Arten von Regelschmerzen

In der Fachwelt wird zwischen zwei Arten von Regelschmerzen unterschieden. Primäre Regelschmerzen kennen wohl die meisten Frauen. Sie sind ein fester Bestandteil einer normalen Regelblutung und treten ab der ersten Periode auf. Auch wenn diese Schmerzen sehr unangenehm sein können, besteht aus medizinischer Sicht zumindest kein Grund zur Sorge. Darüber hinaus gibt es sekundäre Regelschmerzen, die auch als erworbene Regelschmerzen bezeichnet werden. Diese Regelschmerzen hat Frau demnach nicht von Anfang an. 

Vielmehr kommen diese Schmerzen erst später in ihrem Leben dazu und sind auf verschiedene Grunderkrankungen wie Eierstockzysten, eine Endometriose oder eine Entzündung der Gebärmutter zurückzuführen. Auch wenn die meisten Regelschmerzen medizinisch gesehen harmlos sind, kann es natürlich nicht schaden, wenn du dich an deinen Arzt oder deine Ärztin wendest, um abklären zu lassen, ob es vielleicht doch eine schwerwiegendere Ursache für deine Regelschmerzen gibt. 

Wodurch werden Regelschmerzen verstärkt?

Um effizient gegen deine Regelschmerzen angehen zu können, solltest du wissen, welche Faktoren diese Schmerzen sogar noch verstärken können. Denn alle Hausmittel gegen Regelschmerzen sind machtlos, wenn du gleichzeitig Dinge tust, die deine Schmerzen sogar noch verstärken können. Nicht nur Stress und andere seelische Belastungen können dazu führen, dass deine Regelschmerzen in ihrer Stärke zunehmen. Vielmehr kann ein niedriges Körpergewicht, bei dem sich dein Body-Mass-Index auf weniger als 20 beläuft, ebenso dazu beitragen, dass du deine Regelschmerzen als besonders schmerzhaft empfindest. 

Auch ein ungesunder Lebenswandel kann zu stärkeren Schmerzen führen. Um dich nicht mit allzu großen Regelschmerzen herumplagen zu müssen, ist es daher durchaus sinnvoll, wenn du Alkohol und Rauchen nach Möglichkeit abschwörst. Sofern Mädchen ihre Periode bereits in sehr frühen Jahren bekommen, kann dies zu stärkeren Schmerzen führen. Falls deine Tochter bereits vor der Vollendung ihres 12. Lebensjahres die erste Regelblutung bekommt, ist es daher sinnvoll, mit ihr zum Arzt zu gehen, um die Möglichkeiten des Schmerz-Managements gemeinsam zu beleuchten. 

Ein unregelmäßiger, sehr langer Zyklus oder eine starke Regelblutung können ebenso zu vermehrten Regelschmerzen führen. Wenn du von diesen Zyklusunregelmäßigkeiten betroffen bist, ist es daher ebenso sinnvoll, dich an einen fachkundigen Arzt zu wenden, um herauszufinden, welche Möglichkeiten dir offenstehen. Auch wenn dies in jungen Jahren wahrscheinlich nur ein kleiner Trost ist, solltest du wissen, dass Regelschmerzen mit einem zunehmenden Alter meist von alleine abnehmen. Viele Frauen berichten zudem davon, dass sie nach der Geburt ihres ersten Kindes von geringeren Regelschmerzen betroffen waren, als dies von der Schwangerschaft der Fall war. Sofern du eine Spirale als das Verhütungsmittel deiner Wahl verwendest, solltest du sichergehen, dass deine starken Regelschmerzen nicht darauf zurückzuführen sind.

Was kannst du gegen starke Regelschmerzen tun?

Leider gibt es kein Patentrezept, welches dich auf Dauer von deinen Regelschmerzen befreien kann. Vielmehr steht das Schmerz-Management während deiner Monatsblutung im Vordergrund. Schmerzmittel werden daher besonders häufig verwendet. Bevor du wahllos Schmerzmittel einnimmst, ist es sicherlich sinnvoll, dieses Thema beim Arzt anzusprechen. Schließlich gibt es unterschiedliche Arten von Schmerzmitteln, die in der Apotheke frei verkäuflich erhältlich sind. Dein Arzt kann dir mit Sicherheit zu einem bestimmten Schmerzmittel raten und dich auch bezüglich der maximalen sowie der korrekten Dosierung im Allgemeinen beraten. 

Falls du aktuell nicht versuchen möchtest, schwanger zu werden, bietet sich die Einnahme der Antibabypille womöglich an. Denn dadurch wird dein Zyklus reguliert, was bedeuten kann, dass deine Regelschmerzen abnehmen. Eine komplette Schmerzfreiheit kann dir die Antibabypille jedoch nicht garantieren. Die nachfolgende Auflistung verrät dir nicht nur, welche Schmerzmittel für dich womöglich im Kampf gegen Regelschmerzen infrage kommen, sondern welche anderen Tipps und Tricks du im Kampf gegen diese lästigen Schmerzen außerdem beherzigen kannst:

  • Schmerzmittel wie Ibuprofen, Naproxen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol
  • Krampflösende Medikamente – wie zum Beispiel mit dem Wirkstoff Butylscopolamin
  • Autogenes Training oder eine Verhaltenstherapie, falls davon auszugehen ist, dass deine Regelschmerzen auf Probleme psychischer Natur zurückzuführen sind
  • Sport – sorgt für eine bessere Durchblutung und kann somit dazu beitragen, dass sich unangenehme Verkrampfungen, die für die Regelschmerzen verantwortlich sind, lösen
  • Diverse Übungen, mit denen du gegen Stress ankommen kannst
  • Übungen, um deine Muskeln gezielt zu entspannen – vor allem die Muskeln deiner Beckenregion, die an der Entstehung der Regelschmerzen beteiligt sind
  • Eine möglichst gesunde und ausgewogene Ernährung
  • Eine Wärmflasche auf dem Unterleib
  • Verzicht auf Rauchen und Alkohol
  • Spezielle Tees, die krampflösend wirken sollen (zum Beispiel mit dem Gänsefingerkrautextrakt)
  • Saunagänge
  • Entspannungsbäder 
  • Zunehmen, falls ein zu geringes Körpergewicht für deine Regelschmerzen verantwortlich gemacht werden kann

Wie du siehst, hast du viele Möglichkeiten, wie du gegen deine Regelschmerzen angehen kannst. Du musst diese Schmerzen also nicht stillschweigend ertragen, sondern kannst selbst aktiv werden. Bevor dich deine Schmerzen zu übermannen drohen, ist es jedoch sicherlich sinnvoll, wenn du auf professionelle Hilfe durch deinen Arzt setzt.

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